Erster Kontakt und Beratung für den Hausbau

Bevor es zum ersten Kontakt mit Town & Country – Massivhaus Meyer gekommen ist, wollten Leonie und ich eigentlich eine Immobilie kaufen, weil wir den Baustress vermeiden wollten.

Vor ca. 4 Jahren waren wir kurz davor eine Immobilie zu kaufen, jedoch war dieses Vorhaben einen Tag vor dem Notartermin geplatzt, da die Verkäuferin sich nicht an die Absprachen hielt und der Notar eine Änderung im Kaufvertrag anpasste, die so nicht besprochen war.

Daher beschäftigten wir uns damit, mit einem Bauträger eine eigene Immobilie zu bauen, da die Immobilienkaufpreise in den letzten Jahren explodiert sind. Im Internet haben wir über die üblichen Portale wie Immobilienscout oder Immowelt nach Angeboten gesucht. Dabei sind wir auch auf Town & Country gestoßen. Nachdem wir diese Anzeige gesehen hatten, informierten wir uns über Google bezüglich Town & Country. Die ersten Ergebnisse waren relativ positiv, jedoch fand man leider keine genaueren Erfahrungsberichte, ohne tiefgründig zu recherchieren. Zudem war nicht direkt ersichtlich, dass es sich bei Town & Country um ein Franchiseunternehmen handelt.

Also entschieden wir uns einfach dazu, einen Termin zu vereinbaren, um Town & Country kennenzulernen und um zu erfahren, was sich alles hinter diesem Projekt Hausbau verbirgt. Wir schrieben einen Verkaufsberater über Immobilienscout an und erhielten sehr zügig einen Anruf bezüglich einer Terminvereinbarung. Wir entschieden uns für eine persönlichen Termin in der Filiale in Lübbecke. Trotz Corona/Covid-19 konnte der Termin unter guter Berücksichtigung der Hygieneauflagen stattfinden. Die Händedesinfektion wurde gewünscht, der Abstand wurde eingehalten und zusätzlich wurde zwischen dem Town & Country (Massivhaus-Meyer) Mitarbeiter und dem Kunden eine Plexiglasscheibe verbaut, sodass wir den Mund-Nasen-Schutz während des Gespräches ablegen konnten.

Als erstes wurden wir gefragt, ob schon ein Grundstück vorhanden sei, das für ein Bauvorhaben genutzt werden könnte. In unserem Fall war zu diesem Zeitpunkt noch kein Grundstück vorhanden. Der Verkaufsberater bot uns daraufhin den Town & Country Grundstücksservice an. Town & Country würde Ausschau nach Grundstücken halten und uns bei passenden Angeboten darüber in Kenntnis setzen.

Ich persönlich würde eher davon abraten diesen Service zu nutzen, da mit einer Unterschrift ein Vertrag zustande kommt, an den man dann gebunden ist.

Anschließend wurden wir im weiteren Gesprächsverlauf nach den Häuser-Modellen gefragt, die für uns in Frage kommen sollten. Hier hatten wir uns erst für mehrere Modelle interessiert, jedoch war dann sehr schnell klar, dass die Wahl für uns auf ein Bungalow treffen sollte. Da ich seit meinem 11. Lebensjahr Rheumatiker mit einem gravierenden Krankheitsverlauf bin, war für uns klar, dass wir uns schon jetzt für die Zukunft ausrichten müssten.

In dem weiteren Gespräch wurden dann Sonderwünsche in den Kategorien: “soll – muss – könnte”, eingeteilt. Damit wir am Ende entscheiden konnten, ob sich diese Wünsche mit dem geplanten Budget auch realisieren lassen würden. An dieser Stelle kann ich euch direkt sagen, dass das vorgestellte Budget sehr schnell überschritten wird, wenn man nicht die Finger von den Feinheiten lassen kann, die einem das Leben erleichtern oder angenehmer machen sollen.

Im Gespräch hatten wir ziemlich am Anfang gefragt, in welcher Art die Innenwände bei dem Bungalow errichtet werden würden. Bei normalen Einfamilienhäusern oder Villen werden im Obergeschoss die Wände als Trockenbauwände (Metall-Ständerwerk) verbaut. Diese kommen für uns beim Bungalow nicht in Frage. Unser Verkaufsberater teilte uns jedoch erfreulicherweise mit, dass bei einem Bungalow die Innenwände in Massivbauweise errichtet werden. Dieser Punkt bekommt im späteren Blogverlauf noch eine größere Bedeutung.

Der Verkaufsberater hat dann sein Verkaufsgespräch weiter nach Leitfaden durchgeführt. Hier möchte ich sagen, dass man sich am besten im Vorfeld einen Fragenkatalog ausdrucken und sich intensiv damit auseinandersetzen sollte. Im Nachhinein betrachtet, hätten wir uns deutlich mehr Informationen einholen müssen, die wir erst später eingeholt haben. Wenn man die Angebote mehrerer Bauträger vergleichen möchte, ist es sinnvoll, solche Fragen direkt nach Erstkontakt beantworten zu können um dann aussortieren zu können. Dieses Problem lag jedoch nicht am Verkaufsberater, sondern an unserer Unwissenheit. Wir wollten uns schlichtweg ja erst einmal anhören, was Town & Country zu bieten hat und was auf uns zukommen würde.

Anhand unserer jetzigen Erfahrung können wir Euch nur empfehlen, mit dem Verkaufsberater möglichst am Anfang eine Online-Bemusterung durchzuführen, damit Ihr schon von Beginn an, wisst, was auf Euch zukommt. Wenn Ihr Punkte seht, die Ihr direkt anpassen bzw. ändern möchtet, dann lasst Euch diese Punkte in den Kaufvertrag schreiben. Sind diese Punkte nicht im Kaufvertrag festgehalten, dann seid Ihr dem Lizenznehmer von Town & Country ausgesetzt und er kann die Preise frei mit Euch verhandeln. In der Bemusterung beginnen die Preise mit dem Begriff “ab”. Wenn die Preise im Kaufvertrag vereinbart werden, dann wird der Betrag zum Festpreis eingetragen. Wir sind hier leider in das Fettnäpfchen getreten und haben diese Punkte nicht im Vorfeld im Kaufvertrag vereinbart. Mit dieser Information lassen sich, je nach Verhandlungsgeschick, einige tausende von Euro sparen.

Im Verkaufsgespräch wird Euch Town & Country noch den eigenen Finanzierungsservice anbieten. Town & Country wird in diesem Fall eine Selbstauskunft von euch benötigen und arbeitet wahrscheinlich mit einem Dienstleister zusammen. Uns wurde persönlich erklärt, dass dieser Finanzierungsservice ohne Schufa-Abfrage stattfindet. Wenn man sich jedoch die Details anschaut, dann stellt man fest, dass dies eine Falschaussage ist. Schufa-Abfragen sind überhaupt gar kein Problem. Sollten jedoch mehrere Abfragen in kurzem Zeitraum stattfinden, könnte dies das Schufa-Scoring beeinflussen und ggf. herabsetzen.

Aus diesem Grund würde ich Euch persönlich von diesem Angebot abraten. Die meisten Menschen werden sich in der Regel zuerst ein Angebot von der Hausbank einholen. Hierzu kann ich vorab nur sagen, dass ihr niemals das erste Angebot annehmen solltet, welches Ihr von einem Finanzdienstleister erhaltet! Es handelt sich beim Bau einer Immobilie um ein “Lebensprojekt”. Die Zeit, in einen Vergleich zu investieren, lohnt sich ungemein. Hierzu werde ich einen weiteren Beitrag bezüglich der Finanzierung erstellen.

Quellenangabe:

Beitragsbild: https://bauformart.nrw/wp-content/uploads/2020/07/BFA-Finanzen-checken-scaled-1024×682.jpg

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